Wassergewinnung
Der WBV "Föhr" gewinnt sein Wasser aus dem Untergrund der Föhrer Geest. Der Geestkörper besteht überwiegend aus sandigen Sedimenten, die während der vorletzten Eiszeit (Saale-Eiszeit) durch das Schmelzwasser der Gletscher vor dem Eisrand abgelagert wurden.
Die Mächtigkeit der Schmelzwassersande liegt in weiten Bereichen der Föhrer Geest zwischen 25 und 50 m. Das Grundwasser ist in den Poren zwischen den Sandkörnern gespeichert. Der vom Grundwasser erfüllte Hohlraumanteil – die Porosität – beträgt ca. 25-30%. Die Erneuerung des Grundwassers erfolgt ausschließlich durch die Versickerung von Niederschlagswasser.
Das Grundwasser, im Fachjargon Rohwasser genannt, wird von Vertikalfilterbrunnen unterschiedlicher Leistungsfähigkeit (10-50 m³/h) gefördert und in die Wasserwerke Föhr-Ost und Föhr-West gepumpt. Der Verband verfügt über insgesamt 20 Brunnen (13 in Föhr-Ost, 7 in Föhr-West), von denen derzeit 17 in Betrieb sind (Brunnen XII, XIII und XIV in Föhr-Ost sind stillgelegt). Die Spannweite der Entnahmemengen der einzelnen Brunnen reicht von etwa 30.000-170.000 m³/a.
Für die Wasserwerke Föhr-Ost und Föhr-West gelten die folgenden Begrenzungen:
Begrenzungen der Entnahmemengen für die Wasserwerke des WBV "Föhr"
| Wasserwerk | Maximale Entnahmemengen | |
| m³/Jahr | m³/Tag | |
| Föhr - West | 350.000 | 1.930 |
| Föhr - Ost | 1.000.000 | 9.200 |
Die Grundwassergewinnung des WBV "Föhr" wird durch die Bewilligung zur Grundwasserentnahme vom 23. Januar 2002 und dem dazu ergangenen Änderungsbescheid vom 22. Mai 2003 geregelt. Bewilligungsbehörde ist der Kreis Nordfriesland. Durch die Bewilligung wird dem WBV "Föhr" eine Grundwasserentnahme von maximal 1.350.000 m³ pro Jahr gewährt.
