Wasserbedarf
Beim Wasserbedarf gilt es zu unterscheiden zwischen der Grundwasserentnahmemenge (die Grundwassergewinnung erfolgt durch Tiefbrunnen auf der Föhrer Geest), der Wasserabgabe (Einspeisung des aufbereiteten Trinkwassers ins Rohrnetz durch die Wasserwerke) sowie der verkauften Wassermenge (Verbrauchsmenge, die anhand der Wasserzähler bei den Kunden erfasst und mit diesen abgerechnet wird).
Ein Teil des entnommenen Grundwassers wird in den Wasserwerken für die Spülung der Filteranlagen benötigt. Das Spülwasser wird nach Gebrauch werksnah in den Untergrund versickert. Die Wasserabgabe ins Netz ist daher entsprechend geringer als die Grundwasserentnahmemenge.
Die Verkaufsmenge wiederum weicht aufgrund von Verlusten aus dem Netz (Leckagen, Rohrbrüche, Entnahmen aus Hydranten) von der Wasserabgabe ab.
Der Trinkwasserbedarf auf Föhr nahm in den vergangenen 15 Jahren stark ab. Zwischen 1992 (Spitzenjahr) und 2007 sank die Jahres-Verkaufsmenge um rund 350.000 m³ bzw. 28% (siehe Grafik).
Im wesentlichen 3 Faktoren können als Erklärung für die rückläufigen Verkaufszahlen herangezogen werden:
- Verlust der Großkunden Inselmeierei (Schließung) und Golfplatz (Eigengewinnung); zusammen 90.000m³ in 1992
Entnahme und Abgabe 2008
| Grundwasserentnahmemenge | 968.706 m³/a |
| Filterspülung | - 34.063 m³/a |
| Wasserabgabe | 934.643 m³/a |
| Netzverluste | - 30.382 m³/a |
| Verkaufte Wassermenge | 904.261 m³/a |
Abnehmer 2008
| Privathaushalte und Gewerbe | 653.613 m³ | 72,3% |
| öffentliche Einrichtungen | 152.007 m³ | 16,8% |
| Landwirtschaft | 97.989 m³ | 10,8% |
| Verkauf über Standrohre | 652 m³ | 0,1% |
