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Metabolit Desphenylchloridazon

Pflanzenschutzmittel und ihre Abbauprodukte

Ungeachtet dessen dürfen aus Gründen der gesundheitlichen Vorsorge selbstverständlich auch die pflanzenschutzrechtlich betrachtet nicht-relevanten Metaboliten nicht in beliebiger Konzentration im Grund- und Trinkwasser auftreten. Daher hat das Umweltbundesamt am 4. April 2008 eine Empfehlung zur trinkwasserhygienischen Bewertung der nicht-relevanten Metaboliten von Pflanzenschutzmittelwirkstoffen herausgegeben. Darin werden als dauerhaft duldbare gesundheitliche Orientierungswerte (GOW) für die nicht-relevanten Metaboliten 1 µg/l bzw. 3 µg/l genannt, die quasi Grenzwertcharakter besitzen. Welcher der beiden Werte im Einzelfall zur Anwendung gelangt, hängt von der gegebenen toxikologischen Bewertbarkeit eines Metaboliten ab.

Aus nebenstehender Tabelle geht hervor, dass im Hinblick auf die Desphenylchloridazon-Konzentration der GOW von 1 µg/l an den Werksausgängen Föhr-Ost und Föhr-West in 11 von 12 Fällen unterschritten wurde. Der Maximalwert der Ausnahmegenehmigung (siehe Seite 1) von 10 µg/l wurde nie auch nur annähernd erreicht.

 

Desphenylchloridazon Messwerte
im Trinkwasser

  Föhr-Ost Föhr-West
02/2009 0,24 µg/l 0,78 µg/l
05/2009 0,37 µg/l 1,50 µg/l
08/2009 0,13 µg/l 0,20 µg/l
11/2009 0,32 µg/l 0,51 µg/l
02/2010 0,37 µg/l 0,45 µg/l
05/2010 0,15 µg/l 0,32 µg/l
08/2010 0,18 µg/l 0,40 µg/l
11/2010 0,15 µg/l 0,30 µg/l
02/2011 0,14 µg/l 0,31 µg/l
05/2011 0,16 µg/l 0,33 µg/l
08/2011 0,12 µg/l 0,32 µg/l
11/2011 0,15 µg/l 0,38 µg/l
02/2012 0,24 µg/l 0,34 µg/l